Bis 30. September 2022 können Vorschläge gemacht werden.

Ehrenamt mit über 80 Jahren? Ja, klar!
Die Stiftung ProAlter will in Kooperation mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe und der Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements sowie gefördert durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt ein Zeichen setzen: Menschen über 80 Jahren erfahren in ihrem bürgerschaftlichen Engagement bislang zu wenig Beachtung. Damit sich dies ändert, wurde eine Art „Ü80-Oscar“ erfunden, der Engagementpreis 80plus.
Mit dem Preis soll deutlich gemacht werden, dass diese Altersgruppe, die sich zahlenmäßig innerhalb von 20 Jahren auf heute ca. 6 Millionen Personen fast verdoppelt hat und gleichzeitig körperlich und geistig leistungsfähiger ist, sich zunehmend auch bürgerschaftlich engagiert.
Erstmals in der Bundesrepublik Deutschland wird damit ein Engagementpreis für Personen dieser Altersgruppe ausgelobt. Um ein neues Bild der Aktivität und Verantwortungs-Übernahme auch im hohen Alter zu entwickeln, sollen bundesweit Ü-80er benannt werden, die Vorbild und gutes Beispiel sind.
Ausgelobt werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro. Neben dem 1., 2. und 3. Preis werden 5 Anerkennungspreise und ein Sonderpreis vergeben, um die Vielfalt des Engagements in dieser Altersgruppe hervorzuheben. Die Preise werden von der Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements gestiftet. Die Preisverleihung erfolgt öffentlich am 5. Dezember 2022, am Tag des Ehrenamts, in Köln.

Die Ausschreibungsunterlagen stehen auf der Homepage der Stiftung ProAlter zur Verfügung. Sie können die Ausschreibungsunterlagen auch per Mail anfordern unter: info@stiftung-pro-alter.de.
Vorschläge auch online möglich unter: www.stiftung-pro-alter.de

Wer kann vorgeschlagen werden?
Für den Engagementpreis 80plus können Personen vorgeschlagen werden, die im Jahr 2022 80 Jahre alt werden oder älter sind. Eine Nominierung von kooperativ tätigen Personengruppen, die überwiegend die Altersvoraussetzungen erfüllen, ist möglich. Eigenbewerbungen sind als Ausnahmen zugelassen. Vorschläge aus allen Engagementbereichen sind erwünscht, dazu zählen neben dem Kultur- und Musikbereich, dem kirchlichen und religiösen Bereich, dem Bereich Freizeit und Geselligkeit

  • die Seniorenselbsthilfe,
  • die Nachbarschaftshilfe,
  • die Besuchsdienste und Ähnliches sowie
  • die Hilfe beim Lernen für Kinder und Jugendliche in Kindergärten und Schulen,
  • die Dienste zur Unterstützung von Menschen mit wenig Geld (z. B. bei den Tafeln) oder
  • die Flüchtlingshilfe.

Das Engagement im Bereich Umwelt- Natur- und Tierschutz gehört ebenso dazu wie die Mitwirkung in Bürgerinitiativen und die politische Interessenvertretung.

Voraussetzungen für die Art des Engagements

  • Das Engagement ist nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet. Es erfolgt – außer der Erstattung von Fahrt-, Telefonkosten u.ä. – unentgeltlich.
  • Das Engagement muss einen positiven Effekt für Dritte enthalten, es muss gemeinwohlorientiert sein.
  • Das Engagement wird öffentlich wahrgenommen bzw. findet im öffentlichen Raum statt.

Nach welchen Kriterien entscheidet die Jury?

  • Nachbarschaftliche, lokale, regionale und/oder darüber hinausgehende Ausstrahlung des Engagements
  • Vorbildwirkung für andere ältere Menschen
  • Gesellschaftliche Bedeutung des Engagementbereichs
  • Wirkung im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts
  • Dauer des Engagements.